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Berlin, 30.04.2008. Dass sich viele Architekten mehr offene Wettbewerbe wünschen ist ein alter Hut. Doch viele Auslober scheuen die hohen Organisationskosten offener Verfahren. Die Folge ist, dass es mehr beschränkte Wettbewerbe gibt, an denen nur ausgewählte Büros teilnehmen können. Wie kann man nun finanzielle Anreize für Auslober schaffen, damit diese mehr offene Wettbewerbe veranstalten? Teilnahmegebühren wären dafür ein naheliegendes Mittel. Sie würden die Organisationskosten zum Teil auf die Teilnehmer übertragen und die Wettbewerbsveranstalter finanziell entlasten. Doch Teilnahmegebühren sind ein Tabu-Thema. Sie gelten als unmoralisch, weil Architekten für ihre ohnehin großen Leistungen innerhalb eines Wettbewerbs nicht auch noch zahlen sollten. Doch was meinen diejenigen dazu, die es betrifft: die Architekten? Dem ist competitionline nachgegangen und hat die Architekten gefragt, ob sie sich grundsätzlich an den Mehrkosten offener Wettbewerbe in Form von 150 Euro Teilnahmegebühren beteiligen würden. 1540 Architekten und Landschaftsarchitekten haben ihre Meinung im Rahmen einer Online-Umfrage im April 2008 abgegeben. Eine deutliche Mehrheit der Architekten (knapp 92 Prozent) ist der Meinung, dass es zu wenige offene Wettbewerbe in Deutschland gibt. "Chancengleichheit für alle" ist dabei das Hauptargument für offene Wettbewerbe. Insgesamt würden 60 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer grundsätzlich Teilnahmegebühren bei offenen Wettbewerben zahlen. Die Zustimmung zu Teilnahmegebühren ist jedoch nicht bei allen Planern gleich: Während Architekten die Gebühren mit deutlicher Mehrheit zahlen würden (63 Prozent), spricht sich nur eine knappe Minderheit der Landschaftsarchitekten dafür aus (49 Prozent). Ebenso spielt die berufliche Situation eine Rolle: Inhaber und Partner von Büros, also die Entscheidungsträger, würden die Gebühren grundsätzlich zahlen (64 Prozent). Angestellte sind dazu weniger bereit (54 Prozent). Mit zunehmender Bürogröße sinkt die Zahlungsbereitschaft: Kleine Büros mit bis zu 5 Mitarbeitern würden zu 62 Prozent die Gebühren zahlen. Bei größeren Büros beträgt die Zahlungsbereitschaft noch etwa 56 Prozent. Das Büroalter spielt dagegen kaum eine Rolle: Mit zunehmendem Büroalter sinkt die Zahlungsbereitschaft nur leicht. Nahezu 60 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer würden gerne an mehr Wettbewerben teilnehmen. Und von diesen 60 Prozent würden mehr als zwei Drittel grundsätzlich Teilnahmegebühren bei offenen Wettbewerben zahlen. Die Umfrage-Teilnehmer haben außerdem 536 Ideen geäußert, wie offene Wettbewerbe für Auslober attraktiver gestaltet werden könnten. Dabei werden besonders häufig 2-phasige Wettbewerbe gefordert, bei denen die erste Phase weniger intensiv ausgearbeitet und geprüft werden sollte. Das ausführliche Umfrage-Ergebnis gibt es als Download unter www.competitionline.de (Wettbewerbs-Monitor I/08). (Zeichen: 3.019 inkl. Leerzeichen) Die Umfrage Basis für diese Analyse ist eine Umfrage unter Architekten und Landschaftsarchitekten, die im April 2008 auf www.competitionline.de ein Online-Formular ausgefüllt haben. Die Umfrage wurde in der Ausgabe 03/08 des Deutschen Architektenblatts und auf der competitionline Internet-Plattform bekannt gemacht. Insgesamt haben sich 1540 Personen an der Umfrage beteiligt. Die Auswertung steht in Form einer ausführlichen Publikation zur Verfügung. Sie ist die erste Ausgabe des Wettbewerbs-Monitors, einer neuen Reihe von competitionline, die künftig regelmäßig Themen aus dem Wettbewerbswesen aufgreifen soll. Über competitionline www.competitionline.de ist die führende Plattform für Architektur-Wettbewerbe im deutschsprachigen Internet. Sie veröffentlicht monatlich rund 300 handverlesene Ausschreibungen für Architekten und Ingenieure. Nach Beendigung der Ausschreibungen präsentieren die Gewinner ihre Wettbewerbsarbeiten mit Bildern und Plänen und stellen ihre Architekturbüros in umfangreichen Büroprofilen vor. Bereits mehr als 9.000 erfolgreiche Architekturbüros sind mit ihren Wettbewerbs-Erfolgen bei competitionline gelistet. Auch Bauherren nutzen die Plattform als Architekten-Suchmaschine. Dadurch hat sich competitionline für Architekten zum wichtigen Arbeits- und Präsentationsinstrument bei der Akquisition neuer Aufträge entwickelt und ist aus dem Büroalltag vieler Architekturbüros nicht mehr wegzudenken. Monatlich hat competitionline rund 1,7 Millionen Seitenaufrufe. Presse-Kontakt competitionline GmbH Charlottenstr. 95 10969 Berlin www.competitionline.de Claudia Gans claudia.gans@competitionline.de T +49[0]30- 53 007 94-7 F +49[0]30- 53 007 94-5 Amtsgericht Charlottenburg HRB 87250; Geschäftsführung Angelika Fittkau |
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